Muss Weißgold neu rhodiniert werden?
Ja. Weißgoldschmuck ist mit einer dünnen Schicht Rhodium – einem hellen, silberweißen Metall aus der Platingruppe – überzogen, und diese Beschichtung nutzt sich mit der Zeit ab. Wenn dies geschieht, kommt der leicht wärmere Ton der darunter liegenden Weißgoldlegierung zum Vorschein. Eine Neubeschichtung ist ein routinemäßiger, erschwinglicher Service, der dem Ring sein ursprüngliches hellweißes Finish zurückgibt.
Was eine Rhodinierung ist
Reines Gold ist gelb. Um Weißgold zu erzeugen, wird Gold mit weißen Metallen – typischerweise Palladium, Nickel oder Silber – legiert, um seine Farbe zu verschieben. Das Ergebnis ist ein Metall, das merklich heller ist als Gelbgold, aber immer noch eine leichte Wärme, oft einen sanften Champagner- oder Grauton, aufweist. Um das klare, hellweiße Finish zu erzielen, das Käufer mit Weißgold verbinden, tragen Juweliere eine mikroskopisch dünne Schicht Rhodium mittels eines Galvanisierverfahrens auf.
Rhodium ist eines der seltensten Edelmetalle und außergewöhnlich hart und reflektierend. Es erzeugt eine spiegelglänzende, kühle weiße Oberfläche, die farblose und nahezu farblose Diamanten wunderschön ergänzt. Es bietet auch eine gewisse Kratzfestigkeit, die die weichere Goldlegierung darunter von Natur aus nicht besitzt.
Warum sie sich abnutzt
Rhodinierungen werden in Mikrometern gemessen – typischerweise 0,75 bis 1,0 Mikrometer dick bei Qualitätsschmuck. Bei dieser Dicke entfernt tägliche Reibung die Beschichtung allmählich. Die Bereiche, die am meisten Kontakt haben, nutzen sich zuerst ab:
- Die Unterseite des Ringschiene (Handflächenseite), wo der Ring ständig an Oberflächen reibt
- Die Ober- und Seitenflächen der Fassung, wo Finger den Ring am häufigsten berühren
- Bereiche des Ring-auf-Ring-Kontakts, wenn Sie einen Ehering neben einem Verlobungsring tragen
Die Abnutzungsrate hängt von Ihrem Lebensstil ab. Jemand, der mit den Händen arbeitet, häufig Sport treibt oder mehrmals täglich Handdesinfektionsmittel verwendet, wird feststellen, dass sich die Beschichtung schneller abnutzt als jemand mit einer Schreibtischroutine.
Wie oft eine Neubeschichtung erforderlich ist
Es gibt keinen festen Zeitplan, da die Abnutzungsmuster stark variieren, aber als allgemeine Richtlinie gilt:
| Abnutzungsmuster | Typisches Intervall für Neubeschichtung | |---| | Tägliches Tragen, aktiver Lebensstil | Alle 6 bis 12 Monate | | Tägliches Tragen, moderate Aktivität | Alle 12 bis 18 Monate | | Gelegentliches Tragen | Alle 2 bis 3 Jahre |
Sie werden wissen, wann es Zeit ist, wenn die Farbe ungleichmäßig aussieht – hellweiß in einigen Bereichen, leicht wärmer in anderen – oder wenn der Gesamtton merklich von seinem ursprünglichen hellen Weiß abgewichen ist. Dies ist eine kosmetische Veränderung, keine strukturelle. Der Ring ist völlig sicher zu tragen; er sieht einfach nicht mehr so aus wie im Neuzustand.
Der Neubeschichtungsprozess
Die Rhodinierung ist unkompliziert und in der Regel innerhalb eines Tages abgeschlossen:
- Reinigung. Der Ring wird gründlich gereinigt, um alle Öle, Rückstände und Oberflächenverunreinigungen zu entfernen. Das Rhodium haftet nicht richtig auf einer schmutzigen Oberfläche.
- Polieren. Kratzer oder Oberflächenabnutzungen werden vor der Beschichtung auspoliert. Das ist wichtig – Rhodium verstärkt alles, was sich darunter befindet, sodass eine zerkratzte Oberfläche durch die neue Beschichtung sichtbar wäre.
- Galvanisieren. Der Ring wird in eine Rhodiumlösung getaucht, und ein elektrischer Strom lagert eine frische Schicht Rhodium auf der Oberfläche ab. Der Vorgang dauert einige Minuten.
- Endbearbeitung. Der Ring wird gespült, getrocknet und inspiziert. Er erscheint hellweiß und hochglanzpoliert.
Was es kostet
Eine Rhodinierung kostet typischerweise 40 bis 80 £, abhängig vom Juwelier, der Größe des Schmuckstücks und ob das Polieren inklusive ist. Einige Juweliere bieten eine kostenlose Neubeschichtung als Teil eines Pflegepakets beim Kauf des Rings an. Es lohnt sich, beim Kauf danach zu fragen.
Kombinieren Sie die Neubeschichtung mit Ihrem routinemäßigen Inspektionsbesuch alle sechs bis zwölf Monate. Der Juwelier überprüft bereits Ihre Krappen und reinigt das Schmuckstück – eine Neubeschichtung zum selben Termin hinzuzufügen ist effizient und kostengünstig.
Ist Platin eine bessere Alternative?
Platin benötigt keine Rhodinierung. Es ist durch und durch natürlich weiß – seine Farbe stammt vom Metall selbst, nicht von einer Oberflächenbeschichtung. Im Laufe der Zeit entwickelt Platin eine weiche Patina feiner Oberflächenkratzer, ändert aber nie seine Farbe. Für Käufer, die ein wirklich wartungsfreies weißes Metall bevorzugen, ist Platin die Standardwahl.
Der Kompromiss ist der Preis: Platin ist dichter und teurer als Weißgold, und Schmuckstücke aus Platin haben typischerweise einen höheren Preis. Weißgold mit periodischer Neubeschichtung bietet ein ähnliches visuelles Ergebnis zu einem niedrigeren Einstiegspreis. Keine der beiden Entscheidungen ist falsch – es hängt von Ihren Prioritäten ab.
Bei Arete Diamond
Arete fertigt jeden Ring auf Bestellung an, und unser Team kann Sie bei der Wahl des richtigen Metalls für Ihren Lebensstil beraten. Wenn Sie den hellweißen Look von rhodiniertem Weißgold bevorzugen und mit periodischer Neubeschichtung einverstanden sind, ist dies eine ausgezeichnete Wahl. Wenn Sie ein Metall wünschen, das ohne Wartung weiß bleibt, empfehlen wir Ihnen Platin. Der Diamant verdient eine Fassung, die zu Ihnen passt – und das bedeutet, die Pflegeanforderungen jedes Metalls zu verstehen, bevor Sie wählen.
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